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Safe House
Der Prophet und das Küken
Jahr: 2012
Land: USA
Regie: Daniel Espinosa
Darsteller: Denzel Washington, Ryan Reynolds, Vera Farmiga
FSK:
Start: 23.02.2012
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Matt Westons (Reynolds) Tage im Dienst der CIA sind einsam: Er bewacht ein geheimes Hochsicherheitshaus in Südafrika, das bei Bedarf genutzt wird. Nur gibt es keinen Bedarf, und so ist ein alter Tennisball, den er gegen die Wand wirft, sein einziger Kumpel, bis er zu seiner Freundin Ana (Nora Arnezeder) nach Hause darf.
Dass sich Weston nebenbei mit Boxtraining fit gehalten hat, kommt ihm zugute, als Tobin Frost (Washington) in sein Leben tritt. Er war einer der Besten bei der CIA, bis er seinem Verein den Rücken zudrehte und nun mit Informationen dealt. Ein gefährlicher Mann, der geschmeidig allen Verfolgern entkommen ist - bis jetzt. Diesmal scheint das, was ihm sein Kontakt im Halbdunkel mit warnenden Worten auf den Weg gab, so brisant zu sein, dass die Feinde übermächtig werden. Frost rettet sich in die US-Botschaft in Kapstadt, und die CIA staunt über den Besuch.
Er soll zum Verhör ins Safe House. Doch Männer mit schweren Waffen und wenig Verhandlungsbereitschaft finden ebenfalls dorthin und zwar schneller, als Weston seinen vor Erstaunen geöffneten Mund wieder schließen kann. Gemeinsam treten sie die Flucht zum nächsten Sicherheitsquartier an.
Seinen Stil hat Espinosa gefunden: Das körnige Bild, die schummrige Ausleuchtung sind handwerklich stimmig, sie passen zur Inszenierung der gnadenlosen Gewalt. Der unorthodoxe Schnitt verwirrt jedoch fast so sehr wie die Story, die sich zunehmend auf die obligatorische Suche nach einem Leck in der CIA konzentriert.
Niemand legt in einem düsteren Gangsterfilm, der das Katz-und-Maus-Spiel mit psychologischen Plänkeleien präsentiert, Worte auf die Goldwaage. Aber die Zeiten, in denen man "Actionfilm" und "Logik" nicht im gleichen Satz unterbringen durfte, sind vorbei. Auch neue Ideen sind nicht verboten.
Doch wenn Frost von seinen Verfolgern eingeholt wird, biegt er um die Ecke und findet - Actionfilme aus den 80-ern und 90-ern lassen grüßen - eine Demonstration, um unterzutauchen. Man hätte auch einen roten Faden auf die Straße legen können, dem Denzel Washington folgen muss.
Dessen Grandezza rettet den Film über kurze Strecken. Doch je länger der gemeinsame Ausflug dauert, desto bornierter wirken Frosts prophetische Vorhersagen über die nächsten Schritte der Verfolger und desto augenscheinlicher werden seine Manipulationsversuche gegenüber dem überforderten Bewacher. Der muss bis zum leichenreichen Ende der zeitlich genau dokumentierten Jagd reifen. Schwierig beobachtbar, da Reynolds an jenem Freitag zwischen 5 Uhr und 17.23 Uhr mit nur einem Gesichtsausdruck auskommt, wahlweise mit oder ohne Tränen in den Augen. Dass Espinosa indes Nebendarsteller wie Vera Farmiga ("Up In The Air"), Brendan Gleeson ("The Guard") oder Sam Shepard ("Fair Game") geradezu vergeudet, schmerzt da gleich noch mehr.
Dass sich Weston nebenbei mit Boxtraining fit gehalten hat, kommt ihm zugute, als Tobin Frost (Washington) in sein Leben tritt. Er war einer der Besten bei der CIA, bis er seinem Verein den Rücken zudrehte und nun mit Informationen dealt. Ein gefährlicher Mann, der geschmeidig allen Verfolgern entkommen ist - bis jetzt. Diesmal scheint das, was ihm sein Kontakt im Halbdunkel mit warnenden Worten auf den Weg gab, so brisant zu sein, dass die Feinde übermächtig werden. Frost rettet sich in die US-Botschaft in Kapstadt, und die CIA staunt über den Besuch.
Er soll zum Verhör ins Safe House. Doch Männer mit schweren Waffen und wenig Verhandlungsbereitschaft finden ebenfalls dorthin und zwar schneller, als Weston seinen vor Erstaunen geöffneten Mund wieder schließen kann. Gemeinsam treten sie die Flucht zum nächsten Sicherheitsquartier an.
Seinen Stil hat Espinosa gefunden: Das körnige Bild, die schummrige Ausleuchtung sind handwerklich stimmig, sie passen zur Inszenierung der gnadenlosen Gewalt. Der unorthodoxe Schnitt verwirrt jedoch fast so sehr wie die Story, die sich zunehmend auf die obligatorische Suche nach einem Leck in der CIA konzentriert.
Niemand legt in einem düsteren Gangsterfilm, der das Katz-und-Maus-Spiel mit psychologischen Plänkeleien präsentiert, Worte auf die Goldwaage. Aber die Zeiten, in denen man "Actionfilm" und "Logik" nicht im gleichen Satz unterbringen durfte, sind vorbei. Auch neue Ideen sind nicht verboten.
Doch wenn Frost von seinen Verfolgern eingeholt wird, biegt er um die Ecke und findet - Actionfilme aus den 80-ern und 90-ern lassen grüßen - eine Demonstration, um unterzutauchen. Man hätte auch einen roten Faden auf die Straße legen können, dem Denzel Washington folgen muss.
Dessen Grandezza rettet den Film über kurze Strecken. Doch je länger der gemeinsame Ausflug dauert, desto bornierter wirken Frosts prophetische Vorhersagen über die nächsten Schritte der Verfolger und desto augenscheinlicher werden seine Manipulationsversuche gegenüber dem überforderten Bewacher. Der muss bis zum leichenreichen Ende der zeitlich genau dokumentierten Jagd reifen. Schwierig beobachtbar, da Reynolds an jenem Freitag zwischen 5 Uhr und 17.23 Uhr mit nur einem Gesichtsausdruck auskommt, wahlweise mit oder ohne Tränen in den Augen. Dass Espinosa indes Nebendarsteller wie Vera Farmiga ("Up In The Air"), Brendan Gleeson ("The Guard") oder Sam Shepard ("Fair Game") geradezu vergeudet, schmerzt da gleich noch mehr.
Bildergalerie

Schönes Beiwerk: Nora Arnezeder spielt die Freundin von Matt Weston. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Regisseur Daniel Espinosa machte zuvor mit "Easy Money" auf sich aufmerksam. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
©2012 Universal Studios / Jasin Boland
©2012 Universal Studios / Jasin Boland
©2012 Universal Studios / Jasin Boland
©2012 Universal Studios / Jasin Boland
©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Hübsche Optik, maue Story: Denzel Washington spielt in "Safe House" einen abtrünnigen CIA-Agenten, Ryan Reynolds versucht ihn zu bewachen. ©Universal
Aus der tödlichen Langeweile bei seinem Job wird eine tödliche Bedrohung. Weston (Ryan Reynolds) muss die Gangsterikone Tobin Frost bewachen. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Tobin Frost (Denzel Washington) lässt sich nicht verhören, er ist allen immer einen Schritt voraus. Wie ein Prophet weiß er darüber Bescheid, was als nächstes passiert. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Gut, dass er so viel trainiert hat. Die Bewachung des schwerkriminellen Tobin Frost verlangt Matt Weston (Ryan Reynolds) alles ab. Gleich wird er zum ersten Mal einen Menschen töten. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Vollkommen überfordert: Matt Weston (Ryan Reynolds) hat bisher nur Trockenübungen gemacht und nun hat er gleich den schwersten Auftrag seines Lebens. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Catherine Linklater (Vera Farmiga) und Harlan Whitford (Sam Shepard) behalten Weston und Frost im Auge. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Kann man Frost (Denzel Washington) vertrauen? ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Viel bekommt Vera Farmiga in "Safe House" nicht zu tun. ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
David Barlow (Brendan Gleeson) ist der Mentor von Matt Weston. Kann er weiterhelfen? ©2012 Universal Studios / Jasin Boland
Wo läuft dieser Film ...
Dieser Film wird aktuell leider in keinem Kino gezeigt.


