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Young Adult
Schöne Schlampe
Jahr: 2011
Land: USA
Regie: Jason Reitman
Darsteller: Charlize Theron, Patton Oswalt, Patrick Wilson
FSK:
Start: 23.02.2012
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Mavis schreibt Romane für eine einst erfolgreiche Jugendbuchreihe, als Ghostwriterin mit Pseudonym. Sie hat es aus ihrem Provinzkaff herausgeschafft, lebt jetzt in der Metropole. Doch das ist eben auch nur Minneapolis, Minnesota. Ganz ehrlich: Sie ist nur irgendwie semi-erfolgreich, irgendwie semi-cool, ihr Leben ist irgendwie semi-lebenswert. Das fasst Reitman in den ersten paar Minuten wunderbar zusammen. Lustlosigkeit in der Endlosschleife, beim Schreiben, Gassi gehen, Saufen, Vögeln, Fernsehen.
Und dann holt sie ihre Vergangenheit ein: Ihr Highschool-Darling Buddy (Patrick Wilson) ist Vater geworden. Er lebt ein normales, bürgerliches Leben - und ist glücklich damit. Glück ist genau das, was Mavis nicht hat. Eigentlich auch nie hatte und keinem anderen gönnt. Aber das sieht sie natürlich anders. Es kann doch nicht sein, dass Familie, Haus und ein stinknormaler Job alles sein können. Was sind das für Spießer in ihrer Heimat. Sie haben alle keine Ahnung, und überhaupt: Sie war das schönste und beliebteste Mädchen an der Highschool. Es ist ihr verdammtes Recht, in ihr Heimatkaff Mercury zurückzukehren und Buddy den Klauen seiner spießigen Existenz zu entreißen.
Mit ruhigen Ton und der Komik der Verzweiflung erzählt "Young Adult" von großen Lügen und kleinen Wahrheiten. Das fantastische Drehbuch stammt von Oscargewinnerin Diablo Cody, die nach "Juno" zum zweiten Mal mit Jason Reitman zusammenarbeitet. Eine fruchtbare Beziehung, weil Cody ihren Figuren ehrlich schnoddrige Dialoge in den Mund legt und Reitman präzise inszeniert, nah dran ist und trotzdem Distanz wahrt. Er zeigt Mavis, wie sie ist: eine fürchterliche Schlampe, aber eben auch eine verlorene Seele. Man muss sie verabscheuen, hat aber gleichzeitig Verständnis für diese traurige Figur. Zumindest aber Mitleid, wie alle ihre Bekannten.
Denn beliebt war Mavis nie, sie hat es auch nie gelernt, andere zu akzeptieren. Oder sich einzugestehen, dass ihr Leben die Geschichte eines Scheiterns ist, dass hinter ihrer Schminke die Falten des Vergänglichen lauern und ein Wonderbra die Schwerkraft nicht aufhalten kann. Sie ist eher kindisch als jung geblieben: Mit Mavis' Rückkehr zieht der Terror ein in Mercury. Sie macht kaputt, was sie kaputt machen kann.
Präzise beobachtet, unsentimental geschildert - Reitman und Cody schicken Mavis durch ein Fegefeuer, dass sie selbst kräftig anheizt. Das ist ganz schön befremdlich und zynisch: "Young Adult" destilliert die tragische Komik des Lebens in grotesken Szenen, die mit leichter Feder gezeichnet und von Charlize Theron mit Mut zur Hässlichkeit grandios gespielt sind. Zum Beispiel wenn sich Mavis mit dem dicken, unattraktiven Matt (Patton Oswalt) verbündet. Der wurde an der Highschool einst zum Krüppel geschlagen, was Mavis nie interessierte. Nun aber braucht sie ihn, und er lässt sich gebrauchen.
Aber Matt bleibt realistisch und spricht bei Saufgelagen mit selbstgebranntem Bourbon die Wahrheiten aus, die Mavis nicht hören will: Man lacht nicht mit ihr, man lacht über sie. Sie ist eine gescheiterte Existenz. Kann man sich das eingestehen? Mavis denkt ganz kurz darüber nach. Will sie sich ändern? Entdeckt sie vielleicht ein verschüttetes besseres Ich? - Jason Reitman und Diablo Cody, das macht ihre Größe aus, zeigen das wirkliche Leben. Und das ist manchmal bitterer als erwartet. Aber eben auch unterhaltsam und fesselnd. Weil es nicht nur die besten, sondern auch die ehrlichsten Geschichten schreibt.
Und dann holt sie ihre Vergangenheit ein: Ihr Highschool-Darling Buddy (Patrick Wilson) ist Vater geworden. Er lebt ein normales, bürgerliches Leben - und ist glücklich damit. Glück ist genau das, was Mavis nicht hat. Eigentlich auch nie hatte und keinem anderen gönnt. Aber das sieht sie natürlich anders. Es kann doch nicht sein, dass Familie, Haus und ein stinknormaler Job alles sein können. Was sind das für Spießer in ihrer Heimat. Sie haben alle keine Ahnung, und überhaupt: Sie war das schönste und beliebteste Mädchen an der Highschool. Es ist ihr verdammtes Recht, in ihr Heimatkaff Mercury zurückzukehren und Buddy den Klauen seiner spießigen Existenz zu entreißen.
Mit ruhigen Ton und der Komik der Verzweiflung erzählt "Young Adult" von großen Lügen und kleinen Wahrheiten. Das fantastische Drehbuch stammt von Oscargewinnerin Diablo Cody, die nach "Juno" zum zweiten Mal mit Jason Reitman zusammenarbeitet. Eine fruchtbare Beziehung, weil Cody ihren Figuren ehrlich schnoddrige Dialoge in den Mund legt und Reitman präzise inszeniert, nah dran ist und trotzdem Distanz wahrt. Er zeigt Mavis, wie sie ist: eine fürchterliche Schlampe, aber eben auch eine verlorene Seele. Man muss sie verabscheuen, hat aber gleichzeitig Verständnis für diese traurige Figur. Zumindest aber Mitleid, wie alle ihre Bekannten.
Denn beliebt war Mavis nie, sie hat es auch nie gelernt, andere zu akzeptieren. Oder sich einzugestehen, dass ihr Leben die Geschichte eines Scheiterns ist, dass hinter ihrer Schminke die Falten des Vergänglichen lauern und ein Wonderbra die Schwerkraft nicht aufhalten kann. Sie ist eher kindisch als jung geblieben: Mit Mavis' Rückkehr zieht der Terror ein in Mercury. Sie macht kaputt, was sie kaputt machen kann.
Präzise beobachtet, unsentimental geschildert - Reitman und Cody schicken Mavis durch ein Fegefeuer, dass sie selbst kräftig anheizt. Das ist ganz schön befremdlich und zynisch: "Young Adult" destilliert die tragische Komik des Lebens in grotesken Szenen, die mit leichter Feder gezeichnet und von Charlize Theron mit Mut zur Hässlichkeit grandios gespielt sind. Zum Beispiel wenn sich Mavis mit dem dicken, unattraktiven Matt (Patton Oswalt) verbündet. Der wurde an der Highschool einst zum Krüppel geschlagen, was Mavis nie interessierte. Nun aber braucht sie ihn, und er lässt sich gebrauchen.
Aber Matt bleibt realistisch und spricht bei Saufgelagen mit selbstgebranntem Bourbon die Wahrheiten aus, die Mavis nicht hören will: Man lacht nicht mit ihr, man lacht über sie. Sie ist eine gescheiterte Existenz. Kann man sich das eingestehen? Mavis denkt ganz kurz darüber nach. Will sie sich ändern? Entdeckt sie vielleicht ein verschüttetes besseres Ich? - Jason Reitman und Diablo Cody, das macht ihre Größe aus, zeigen das wirkliche Leben. Und das ist manchmal bitterer als erwartet. Aber eben auch unterhaltsam und fesselnd. Weil es nicht nur die besten, sondern auch die ehrlichsten Geschichten schreibt.
Bildergalerie

©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions
©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions / Phillip Caruso
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Kindisch statt jugendlich: Charlize Theron will in "Young Adult" einfach nicht erwachsen werden. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions
Frust statt Freude: Mavis (Charlize Theron) war einmal eine strahlende Highschool-Diva. Aber das war früher. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions / Phillip Caruso
Mavis (Charlize Theron) will ihren Jugendfreund Buddy (Patrick Wilson) zurückerobern - mit allen Mitteln. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Production
Matt (Patton Oswalt) hat Mavis (Charlize Theron) früher nie beachtet - jetzt nutzt sie ihn für ihren Terrorfeldzug aus. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions
Eklat programmiert: Beth (Elizabeth Reaser, Zweite von rechts) hat Mavis (Charlize Theron, links) wider besseren Wissens zur Taufe ihrer Tochter eingeladen. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions / Phillip Caruso
Der Erfolg schleicht sich: Mavis (Charlize Theron) schreibt Romane für eine Jugendbuchreihe, die eingestellt werden soll. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions / Phillip Caruso
Schönheit kommt von innen: Das ist Mavis (Charlize Theron) aber ziemlich egal. ©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions
©2011 Paramount Pictures and Mercury Productions / Phillip Caruso
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Wo läuft dieser Film ...
Dieser Film wird aktuell leider in keinem Kino gezeigt.


