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Das Hochzeitsvideo
Meine Braut, Sönke und ich
Jahr: 2012
Land: D
Regie: Sönke Wortmann
Darsteller: Lisa Bitter, Marian Kindermann, Martin Aselmann
FSK:
Start: 19.07.2012
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Daniel (Martin Aselmann) ist der zweitbeste Freund des Bräutigams und spricht als Erster in die Kamera. Tapfer versucht er, Glück zu wünschen und erzählt dann doch von seiner Freundin, die ihn wegen eines Handballers verlassen hat. So niedlich wie er ist, wird er am Ende der folgenden Turbulenzen ein neues Mädchen finden, das an seiner Seite bleibt - zumindest bis zum Abspann.
Zurück zu den Hauptpersonen: Pia (Lisa Bitter) und Sebastian (Marian Kindermann) lernten sich in Portugal kennen. Er ist Pilot, hat Westernhagen geflogen, sie war in dessen PR-Tross. Pia stammt aus einer Hippie-Familie, ihre Eltern sind geschieden und werden bei der Hochzeit zusammentreffen. Oh, Zündstoff! Sebastian hingegen stammt aus einem Haushalt, in dem man abends am Kamin sitzt. Sein Vater heißt Waldemar von Stieglitz (Michael Abendroth), seine Mutter Margarete (Christiane Lemm), und dass der klangvolle Nachname erhalten bleiben muss, versteht sich von selbst. Nun findet Pia aber ihren Namen, Schulz, ganz in Ordnung und lehnt ihre Veradelung ab. Doch das wird im Laufe der nächsten Tage das kleinste Problem sein.
Denn, ach, was werden für Katastrophen, Verwicklungen und Zweifel auftreten. Erste Lügen trüben den siebten Himmel, der brave Sebastian muss sich von seinen Eltern freischwimmen und zu seiner Freundin stehen, alles genau so in Hunderten von Fernsehkomödien schon gesehen. Ergänzt durch Stripperinnen, verlorene Ringe und einen steifen Hals, den sich die Braut zuzieht.
Zum oberflächlichen Unsinn gesellt sich in Form der Figur Carlos (Simon Eckert) noch pubertierender Humor: Der Herr ist Pias Ex und Pornodarsteller. Dass sein Beiname "Keule" ist, und dies auch sein einziges Qualitätsmerkmal, macht die ohnehin nicht sonderlich originelle Story kaum realer.
Und dabei soll doch alles so "authentisch" wirken, mit der Hand gefilmt, zunächst von Kamerakind Daniel, später unterstützt von Pias Halbschwester Despair (Lucie Heinze). Anfangs wird das Bild immer wieder unscharf gestellt, die Farbe vergessen oder ein seltsamer Ausschnitt gewählt. Was fehlt, ist die nötige Konsequenz, denn manches Bild stammt dann eben doch weder von Daniel noch von Despair.
Absichtlich sollte kein einziger bekannter Schauspieler vor die Kamera, alle Mitwirkenden stammen aus dem Theaterbereich und geben ihr Kinodebüt. Das Stichwort ist auch hier: Authentizität. Die Darsteller machen ihren Job, keine Ausreißer nach oben oder unten. Vereinzelt tauchen pointierte Dialoge vom eigentlich versierten Drehbuchschreiber Gernot Gricksch ("Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe") auf. Drei, vier Lacher sind auf eine Spielfilmlänge ganz schön wenig. Die verwegene Selbstverständlichkeit, mit der hier eine Komödie präsentiert wird, wie sie in den 90-ern im Kino zu Hause war, versetzt eher in erstauntes Erstarren.
Zurück zu den Hauptpersonen: Pia (Lisa Bitter) und Sebastian (Marian Kindermann) lernten sich in Portugal kennen. Er ist Pilot, hat Westernhagen geflogen, sie war in dessen PR-Tross. Pia stammt aus einer Hippie-Familie, ihre Eltern sind geschieden und werden bei der Hochzeit zusammentreffen. Oh, Zündstoff! Sebastian hingegen stammt aus einem Haushalt, in dem man abends am Kamin sitzt. Sein Vater heißt Waldemar von Stieglitz (Michael Abendroth), seine Mutter Margarete (Christiane Lemm), und dass der klangvolle Nachname erhalten bleiben muss, versteht sich von selbst. Nun findet Pia aber ihren Namen, Schulz, ganz in Ordnung und lehnt ihre Veradelung ab. Doch das wird im Laufe der nächsten Tage das kleinste Problem sein.
Denn, ach, was werden für Katastrophen, Verwicklungen und Zweifel auftreten. Erste Lügen trüben den siebten Himmel, der brave Sebastian muss sich von seinen Eltern freischwimmen und zu seiner Freundin stehen, alles genau so in Hunderten von Fernsehkomödien schon gesehen. Ergänzt durch Stripperinnen, verlorene Ringe und einen steifen Hals, den sich die Braut zuzieht.
Zum oberflächlichen Unsinn gesellt sich in Form der Figur Carlos (Simon Eckert) noch pubertierender Humor: Der Herr ist Pias Ex und Pornodarsteller. Dass sein Beiname "Keule" ist, und dies auch sein einziges Qualitätsmerkmal, macht die ohnehin nicht sonderlich originelle Story kaum realer.
Und dabei soll doch alles so "authentisch" wirken, mit der Hand gefilmt, zunächst von Kamerakind Daniel, später unterstützt von Pias Halbschwester Despair (Lucie Heinze). Anfangs wird das Bild immer wieder unscharf gestellt, die Farbe vergessen oder ein seltsamer Ausschnitt gewählt. Was fehlt, ist die nötige Konsequenz, denn manches Bild stammt dann eben doch weder von Daniel noch von Despair.
Absichtlich sollte kein einziger bekannter Schauspieler vor die Kamera, alle Mitwirkenden stammen aus dem Theaterbereich und geben ihr Kinodebüt. Das Stichwort ist auch hier: Authentizität. Die Darsteller machen ihren Job, keine Ausreißer nach oben oder unten. Vereinzelt tauchen pointierte Dialoge vom eigentlich versierten Drehbuchschreiber Gernot Gricksch ("Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe") auf. Drei, vier Lacher sind auf eine Spielfilmlänge ganz schön wenig. Die verwegene Selbstverständlichkeit, mit der hier eine Komödie präsentiert wird, wie sie in den 90-ern im Kino zu Hause war, versetzt eher in erstauntes Erstarren.
Bildergalerie

©2012 Constantin Film Verleih GmbH
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"Das Hochzeitsvideo" zeigt die Tage vor der Hochzeit von Pia und Sebastian plus jedes bekannte Klischee dieses Genres. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Pia (Lisa Bitter) und Sebastian (Marian Kindermann) hatten sich ihre Hochzeit weniger kompliziert vorgestellt. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Bagatellschäden durch Hochzeitsfieber: Daniel (Martin Aselmann, links), Sebastian (Marian Kindermann, Mitte) und Fabian (Stefan Ruppe) sind ein wenig lädiert. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Filmt in jeder Lebenslage: Daniel (Martin Aselmann), der Freund von Sebastian, dokumentiert die Tage vor der Hochzeit - falls sie nicht platzt. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Alles ganz authentisch? Das "youtuben" hilft der Komödie nicht unbedingt. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Ungleiche Schwestern: Despair (Lucie Heinze, rechts) kann nicht verstehen, warum Pia (Lisa Bitter) diesen Langweiler Sebastian heiraten will. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Das Dekorieren von Schlafenden findet Pia (Lisa Bitter) lustig. Trauzeuge Fabian (Stefan Ruppe) merkt es ja nicht. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Dann ist ja doch noch alles gut gegangen: Sebastian (Marian Kindermann) und Pia (Lisa Bitter) haben sich getraut. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
Regisseur Sönke Wortmann engagierte für "Das Hochzeitsvideo" Darsteller, die das Kinopublikum noch nicht kennt. ©2012 Constantin Film Verleih GmbH
CinemaxX
Breitenweg 27
28195 Bremen
Tel.: 0 18 05/24 63 62 99
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