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Bremer Anzeiger - Aktuelles Kinoprogramm

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Komplett tätowiert, eine coole Sau, ein Mann ohne Angst: Luke (Ryan Gosling) ist Stuntfahrer bei einer Motorradshow, ein kleiner Star auf dem Jahrmärkten Neu Englands. Er tingelt von Stadt zu Stadt, kann nirgends sesshaft werden, will sich nicht binden. Bis er erfährt, dass er mit einer flüchtigen Bekanntschaft ein Kind gezeugt hat. Damit muss man erst einmal fertig werden. Sein Stolz ist verletzt, weil ihn Romina (Eva Mendes) nicht informierte und jetzt mit einem anderen Mann zusammenlebt. Nach seinem umjubelten "Blue Valentine" (2010) beschäftigt sich Filmemacher Derek Cianfrance einmal mehr mit dem Leben in seiner schmerzhaften Normalität. Geschildert in drei famosen Akten, ist "The Place Beyond The Pines" ein Film über Familie und Verantwortung, über Schuld und Sühne und über die Konsequenzen von Entscheidungen, die man trifft.
"Ich habe dich seit Jahren nicht mehr denken gehört", sagt irgendwann in "Before Midnight" Jesse (Ethan Hawke), der wunderbarste Langzeitliebhaber der Filmgeschichte, zu seiner hinreißend authentischen Lebensgefährtin Céline (Julie Delpy). Damit spricht er Millionen Zuschauern, die seit nunmehr 18 Jahren gebannt das Liebesglück und Liebesleid von Jesse und Céline auf der Leinwand mitverfolgen, wieder einmal aus dem Herzen. In "Before Sunrise" trafen sie sich in einem Zug nach Wien und verbrachten spontan eine Nacht miteinander, neun Jahre später haben sie sich in "Before Sunset" in Paris wiedergefunden. Und wieder vergingen neun Jahre bis das kongeniale Trio - bestehend aus dem Regisseur Richard Linklater und seinen beiden Hauptakteuren - in "Before Midnight" zeigt, was aus dem romantischsten Liebespaar der Generation X inzwischen geworden ist.
Dreieinhalb Männer, eine Frau, den Tango und das Gefängnis: Was will man mehr für einen richtig guten Sommerfilm? Zwar ist "Tango Libre" kein typischer Tangofilm, wie der Titel suggerieren mag, aber er hat den Rhythmus des Tangos und spielt über weite Strecken mit dem Schmerz, der Leidenschaft und der Eifersucht, die den Tango prägen. Und an einigen seiner schönsten Stellen huldigt dieser Knastfilm dann auch den Schritten und Posen des Tangos selbst - sei es bei der schüchternen Tanzstunden-Paarung, sei es bei der kraftstrotzenden Macho-Formation, die zum Symbol einer Gefangenenrevolte wird.
Die Kurzzusammenfassung von "Olympus Has Fallen" liest sich ja schon ein wenig wie Satire, wie ein "Austin Powers"-Film: Eine Gruppe Terroristen nimmt den US-Präsidenten als Geisel und ist bereit, die kompletten USA in die Luft zu jagen. Einzig ein Schotte macht sich auf, die Welt zu retten: Hauptdarsteller Gerard Butler wurde in Glasgow geboren. Und eigentlich wäre es doch ganz angenehm, satirisch mit dem Nordkorea-Konflikt umzugehen. Leider ist dem nicht so. Der Actionfilm ist ernst gemeint - und das zeigt er auch in jeder Szene.