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Bremer Anzeiger - Aktuelles Kinoprogramm

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Dass "Bal - Honig" dem Goldenen Bären auf der Berlinale 2010 munden würde, war nicht unbedingt abzusehen, aber eine goldrichtige Entscheidung. Das türkische Kindheitspoem ist eine ganz besondere, überhaupt nicht alltägliche Filmerfahrung.
Dass sich gerade bei ostdeutschen Zuschauern ein leichtes Gefühl der Heimatverbundenheit einstellen könnte, wenn sie den Blick einmal vom deftigen Gemetzel ablenken und auf den Hintergrund von "Black Death" richten, hat seine Gründe. Es wurde nicht nur in den Wäldern Sachsen-Anhalts und Brandenburgs gedreht, sondern vor allem mit einer ganzen Armada an vor Ort gecasteten Statisten. Die bieten einen angemessenen, weil spröden Hintergrund für einen im England des 14. Jahrhundert angesiedelten Film, der routiniert Mystery-Thriller, Historienschinken und deftigen Horror verbindet und nichts für schwache Nerven ist.
Merlin kann einem wirklich leidtun. Mehr als jeder von Paparazzi belagerte und von der Klatschpresse verfolgte Hollywoodstar. Denn wann immer in einem Film gezaubert wird, irgendwann findet der mal herzensgut, mal bitterböse porträtierte Magier zumindest Erwähnung. Und in den vergangenen Jahren fand im Namen des mächtigen Hexenmeisters - wir erinnern uns an Highlights wie "Merlin 2 - Der letzte Zauberer" (2006) - vor allem fauler Zauber statt. Auch im "Duell der Magier" muss er wieder herhalten - nicht in der Hauptrolle, aber als Urahn eines überforderten Nachwuchshexers.
Nur ein echter Rocker nimmt auf seinem Motorrad Platz und lässt sich von seinem schmierigen Kumpan tätowieren. Nur ein harter Hund fährt mit seiner Harley Davidson durch die nächtliche Großstadt. Und wer trägt ein großes Totenkopf-Emblem auf seiner Haut, wenn nicht eine wahre Kämpfernatur? Sylvester Stallone setzt nach dem "Rocky"- und "Rambo"-Revival der vergangenen Jahre seine Zeitreise in die Achtziger fort und bringt mit "The Expendables" ein überraschend geradliniges Actionstück alter Schule in die Kinos. Der 64-Jährige spielt den Anführer einer Söldner-Truppe, die von Unternehmen, aber auch Geheimdiensten angeheuert wird, um Geiseln zu befreien oder Diktatoren zu stürzen.
Manchmal braucht es einfach ein kleines bisschen Zufall und ein kleines bisschen Glück, damit sich zwei Menschen finden, die die Welt nicht verstehen und sie sich gerade deshalb gegenseitig erklären können. Menschen wie die kleine Mary aus Australien, die neugierig ist und auch ein wenig einsam. Und Menschen wie der reichlich schrullige Max aus New York. Denn durch ihre ungewöhnlichen Briefe finden die beiden nicht nur eine einzigartige und wunderbare Freundschaft, sondern auch die Frage: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (j.b.)